Inhalt Reiseinformationen: Republik Kuba
Reisen mit dem Auto (Pkw) in die Republik Kuba
Autofahrer benötigen in der Republik Kuba einen gültigen nationalen Führerschein (möglichst mit einer spanischen Übersetzung) und den Fahrzeugschein. Empfehlenswert ist jedoch der internationale Führerschein in Verbindung mit dem nationalen Führerschein und der internationale Fahrzeugschein in Verbindung mit dem nationalen Fahrzeugschein. Falls Sie nicht mit dem eigenen Fahrzeug (Kfz) unterwegs sind, benötigen Sie in der Republik Kuba eine vom eingetragenen Fahrzeughalter unterschriebene mehrsprachige Vollmacht zur Kraftfahrzeug (Kfz)-Benutzung (Benützungsbewilligung).
Für die zollfreie Kraftfahrzeug (Kfz) Einfuhr ist ein so genannter Carnet de Passage (Bürgschaftserklärung) nicht zwingend erforderlich, jedoch empfehlenswert. Ohne das Carnet de Passage (Bürgschaftserklärung) sind bei der Einreise und Ausreise aus der Republik Kuba meistens zeitaufwendige Zollformalitäten zu erledigen.
Tipp: Es ist empfehlenswert, sich über die Einreise mit dem Kraftfahrzeug (Kfz) in die Republik Kuba bei den kubanischen Konsulaten oder bei der Botschaft der Republik Kuba zu erkundigen, um die im vorab möglichen schriftlichen Grenzformalitäten vor der Abreise zu erledigen.
Mitführpflicht im Fahrzeug (Kfz)
Warndreieck. Ein Verbandskasten, ein Feuerlöscher, eine 12 (zwölf)-Volt Ersatzglühlampenbox und mindestens eine Warnweste wird empfohlen.
Achtung: Wichtige Hinweise für Kraftfahrzeugführer in der Republik Kuba
Im Folgenden sind wichtige Hinweise und Empfehlungen für Kraftfahrzeugführer aufgelistet, die in der Republik Kuba dringend zu beachten sind:
- In der Republik Kuba gilt Rechtsverkehr, es wird auf der rechten Spur gefahren und links wird überholt. Durch den Rechtsverkehr gilt die Vorfahrtsregel rechts vor links.
- Das Führen von Kraftfahrzeugen (Kfz) nach Alkoholkonsum ist in der Republik Kuba verboten.
- In der Republik Kuba gilt die 0,0 (null Komma null) Promillegrenze.
- Das Konsumieren wie auch das Mitführen von alkoholischen Getränken im Personenraum des Fahrzeuges (Kfz) ist in der Republik Kuba für alle mitfahrenden Personen strengstens verboten.
- Wegen dem schlechten Straßenzustand in der Republik Kuba sind geländefähige Fahrzeuge (Kfz) empfehlenswert.
- Nachtfahrten sollten wegen dem schlechten Straßenzustand in der Republik Kuba vermieden werden.
- Zusätzliche Gefahr im kubanischen Straßenverkehr besteht durch technische Mängel (Bremsversagen, keine oder mangelnde Beleuchtung usw.) der Kraftfahrzeuge (Kfz) in der Republik Kuba.
- Zudem verständigen sich die kubanischen Fahrer teilweise durch Handzeichen die dem ausländischen Fahrer nicht immer verständlich sind.
- Mietfahrzeuge in der Republik Kuba haben häufig technische- und optische Mängel, die bei der Anmietung des Fahrzeuges (Kfz) detailliert in den Mietvertrag mit aufgenommen werden sollten.
- Das verhindert bei der Rückgabe des Fahrzeuges (Kfz) unberechtigte Schadensforderungen vom kubanischen Mietwagenverleih.
- Das Parken auf Privatstraßen und Fahrradwegen ist in der Republik Kuba strengstens verboten.
- In der Republik Kuba gelten die folgenden Höchstgeschwindigkeiten:
- Innerorts: 50 (fünfzig) Kilometer pro Stunde (km/h) oder nach Beschilderung.
- Innerorts vor Schulen, Kindergärten und Kinderspielplätzen: 40 (vierzig) Kilometer pro Stunde (km/h) oder nach Beschilderung.
- Außerorts: 90 (neunzig) Kilometer pro Stunde (km/h) oder nach Beschilderung.
- Außerorts – Kraftfahrzeuge (Kfz) mit Anhänger: 70 (siebzig) Kilometer pro Stunde (km/h) oder nach Beschilderung.
- Außerorts vor Schulen, Kindergärten und Kinderspielplätzen – Kraftfahrzeuge (Kfz) mit Anhänger: 60 (sechzig) Kilometer pro Stunde (km/h) oder nach Beschilderung.
- Autobahnen: 100 (einhundert) Kilometer pro Stunde (km/h) oder nach Beschilderung.
- Autobahnen – Kraftfahrzeuge (Kfz) mit Anhänger: 80 (achtzig) Kilometer pro Stunde (km/h) oder nach Beschilderung.
- Laut kubanischer Straßenverkehrsordnung muss an Fahrzeugen (Kfz), die in einem anderen Land zugelassen sind, ein Nationalitätskennzeichen hinten am Kraftfahrzeug (Kfz) angebracht sein.
- Bei einem Autounfall (Verkehrsunfall) sollte ausnahmslos die kubanische Polizei verständigt werden, auch bei Bagatellschäden (Blechschäden).
- Bei einem verschuldeten Autounfall (Verkehrsunfall) mit Todesfolge droht ausländischen Fahrern in der Republik Kuba eine hohe Haftstrafe!
- Ausländische Fahrer die einen Autounfall (Verkehrsunfall) mit Personenschäden ohne Todesfolge verschuldet haben, müssen mit Untersuchungshaft und einer Ausreisesperre aus der Republik Kuba rechnen.
- In solchen Fällen sollten deutsche Staatsbürger umgehend die deutsche Botschaft in Havanna (Villa de San Cristóbal de la Habana) kontaktieren.
- Staatsbürger anderer Länder sollten in solchen Fällen ebenfalls umgehend die Botschaft ihres Heimatlandes, die für die Republik Kuba zuständig ist, kontaktieren.
Empfehlung: Wenn es zu einem Autounfall (Verkehrsunfall) im Ausland gekommen ist, sollten Sie niemals ein Unfallprotokoll ohne eine verlässliche Übersetzung unterschreiben.
Carnet de Passage – Bürgschaftserklärung für die zollfreie Einfuhr eines Kraftfahrzeuges (Kfz) in die Republik Kuba
Carnet de Passage auch Carnet de Passages, Triptik oder Triptyk genannt ist ein Grenzpassierschein (Zolldokument) für Kraftfahrzeuge (Kfz). Das Zolldokument erlaubt die vorübergehende zollfreie Einfuhr für Landfahrzeuge oder Wasserfahrzeuge, welches für bestimmte Zielländer benötigt wird. Das Carnet de Passage beruht auf der Grundlage des internationalen Zollabkommens und ist eine amtliche Bürgschaftsurkunde, welche die Einfuhrzollforderungen bei nicht erfolgter Kraftfahrzeug (Kfz)-Wiederausfuhr abdeckt. Für das Carnet de Passage sind die folgenden Dachverbände zuständig:
Ausgestellt wird das Bürgschaftsdokument (Carnet de Passage) von den Automobilclubs (in der Bundesrepublik Deutschland zum Beispiel der ADAC), die als Bürge auftreten. Über die Kosten der anfallenden Gebühren und des zu hinterlegenden Geldbetrags (Sicherheitsleistung) können Sie sich bei den Automobilclubs informieren. Die Bürgschaftshöhe ist unterschiedlich und wird nach dem Fahrzeugtyp und dem Zeitwert des Kraftfahrzeuges (Kfz) berechnet. Die zu hinterlegende Sicherheitsleistung ist abhängig von der Höhe der Bürgschaft. Zudem gelten für einige Zielländer Sonderbestimmungen, die eine höhere Bürgschaft und damit auch eine höhere Sicherheitsleistung erfordern. Das Carnet de Passage ist in der Regel bis zu einem Jahr für mehrere Länder gültig und muss vor der Abreise ins Zielland beschafft werden. Um Schwierigkeiten zu vermeiden ist dringend darauf zu achten, dass im jeweiligen Zielland die Einreise und Ausreise mit dem Kraftfahrzeug (Kfz) korrekt abgestempelt wird. Bei der Rückkehr ins Heimatland muss das Kraftfahrzeug (Kfz) einer Zollbehörde vorgeführt werden. Auf der letzten Seite des Carnet de Passage muss die Verbleibsbescheinigung abgestempelt und durch die Unterschrift des Zollbeamten beglaubigt werden. Um den hinterlegten Geldbetrag (Sicherheitsleistung) wieder zu erhalten muss das ordnungsgemäß abgestempelte Carnet de Passage bei der Organisation, welches das Bürgschaftsdokument ausgestellt hat vorgelegt werden.
Empfehlung zur Mitnahme von Kopien aller wichtigen Dokumente bei Ihrer Reise
Es ist dringend empfehlenswert, Kopien von allen wichtigen Dokumenten (bspw. Reisedokumente, Führerschein, Fahrzeugschein etc.) mitzunehmen, die Sie bei Ihrer Reise benötigen. Bewahren Sie die angefertigten Kopien unbedingt getrennt (seperat) von den Original-Dokumenten auf.
Hinweis vom Auswärtigen Amt: Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsbürgern die sich lang- oder kurzfristig in der Republik Kuba aufhalten, empfiehlt das Auswärtige Amt sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen. Die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts dient zur schnellen Kontaktaufnahme und Hilfeleistung bei einem Notfall. Diesbezüglich stellt das Auswärtige Amt eine Internetseite zur elektronischen Erfassung von Deutschen Staatsbürgern im Ausland zur Verfügung, den Sie unter folgendem Link erreichen:
Elektronische Erfassung von Deutschen Staatsbürgern im Ausland.
Bürgerservice des Auswärtigen Amts
Für deutsche Staatsangehörige ist das Auswärtige Amt in Berlin in dringenden Angelegenheiten wie zum Beispiel einem Notfall im Ausland 24 (vierundzwanzig)-Stunden erreichbar.
- Telefonzentrale 24 (vierundzwanzig)-Stunden-Service (Anruf aus dem Inland): 030 1817 0
- Telefonzentrale 24 (vierundzwanzig)-Stunden-Service (Anruf aus dem Ausland): 0049 30 1817 0
Zudem bietet das Auswärtige Amt in Berlin einen Bürgerservice an, der von Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) in der Zeit von 09:00 (neun) Uhr bis 15:00 (fünfzehn) Uhr erreichbar ist.
- Bürgerservice des Auswärtigen Amts (Anruf aus dem Inland): 030 1817 2000
- Bürgerservice des Auswärtigen Amts (Anruf aus dem Ausland): 0049 30 1817 2000
- E-Mail: buergerservice@diplo.de
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Kreuzfahrten und Schiffsreisen – Bordkarte auf einem Kreuzfahrtschiff – Verhaltenstipps: Autounfall im Ausland – Verhaltenstipps: Diebstahl im Ausland – Verhaltenstipps: Unwetter – Verhaltenstipps: Feuer
Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit. Eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden.
Die gesetzlichen Vorschriften eines Landes können sich jederzeit ohne Vorankündigung verändern!
Es ist empfehlenswert, sich vor der Abreise bei der Auslandsvertretung (der Botschaft bzw. dem Konsulat) des Ziellandes über die aktuell geltenden Vorschriften zu erkundigen.
Eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten Sie nur bei der Auslandsvertretung (der Botschaft bzw. dem Konsulat) des Ziellandes.